<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Stefan Hornbach</title>
	<atom:link href="http://stefan-hornbach.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://stefan-hornbach.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 22 Apr 2012 21:21:10 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.1</generator>
		<item>
		<title>SONNTAG IST SELBSTMORD #73</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-73-3/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-73-3/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 21:21:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=848</guid>
		<description><![CDATA[I wanna breathe again, I wanna dream I wanna float a quote from Martin Luther King I am not afraid I am not afraid I am not afraid Q-Tip/R.E.M. &#8211; The Outsiders Stell dir mal vor, man könnte das einfach &#8230; <a href="http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-73-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>I wanna breathe again, I wanna dream<br />
I wanna float a quote from Martin Luther King<br />
I am not afraid<br />
I am not afraid<br />
I am not afraid</em></p></blockquote>
<blockquote><p>
Q-Tip/R.E.M. &#8211; <em>The Outsiders</em></p></blockquote>
<p>Stell dir mal vor, man könnte das einfach so rausschneiden. Also nicht du selbst. Bist ja kein Chirurg. Bist ja nur Tagträumer, Hinfaller, Aufsteher, Weggucker. Wegducker. Aber das wird jetzt einfach rausgeschnitten, stell dir das mal vor. Ein Skalpell, ein Schnitt und dann bist du&#8217;s los: Den (Selbst-)Hass, den Schmerz, das Sichnichttrauen, das Nichtmanselbstseinkönnen. Tschüssi. Dann eine Narbe.</p>
<p>Stell dir vor, du bist ein neuer Mensch. Kannst plötzlich alles, außer fliegen. Fliegen, das können nicht mal die Anderen, die sonst immer alles schaukeln. Auf die leichte Schulter nehmen. Jonglieren können die und super pfeifen und pupsen ohne dass es ihnen peinlich ist. Wie stark müssen die doch sein. Wie gut im Leben.</p>
<p>Und du. Stehst vor dem Spiegel und betrauerst dein sich davonschleichendes Haar, die ersten Falten in der Mundwinkelregion, von Veränderungen in entlegeneren Regionen ganz zu schweigen. Du siehst dich verblassen oder das, was du für dich hieltst und übst schon mal die Trauerrede auf dich oder deine Jugend oder wie du den Teil von dir nennst, den du vermissen wirst, den du erst gehasst und mit der Zeit und den Falten romantisch verklärt hast. Schon wieder ein Haar an einer Stelle, wo früher keine wuchsen. Autsch.</p>
<p>Als Kind durfte man das noch: Dumm sein. Scheiße. Ungerecht. Als Kind durfte man noch Marienkäfer essen und Geschwister anpinkeln. Nackt über die Straße rennen bis zum Spielplatz und alle dachten, man sei längst entführt und in einem Waldstück verscharrt. Ein nacktes Kind auf dem Klettergerüst.</p>
<p>Jetzt wollen die plötzlich was. Von einem. Die wollen was sehen. Komm, mach mal, los. Zeig mal. Was du kannst. Zeig dich mal.<br />
Und du stehst da und schwitzt und willst aber kannst nicht und zögerst und verpasst den Moment, jetzt ist er weg für immer, für immer verpasst und du du du warst das, du hast ihn verpasst, er kommt nicht wieder, du kommst immer wieder, immer wieder und irgendwann bist du richtiger Profi im Momenteverpassen.</p>
<p>Und als du dich mal wieder zu einem traurigen Lied in den Schlaf weinst und dich so richtig klein und scheiße fühlst, denkst du an irgendeinen, dem es bestimmt schlechter geht, jetzt gerade, seufzt ein letztes Mal und fällst in einen tiefen Schlaf, träumst der Reihe nach von allen, die dich zu dem Wrack gemacht haben, das du geworden bist und als welches du am nächsten Morgen dummerweise auch wieder erwachst. Ach.</p>
<p>Ach. Das Leben. Da steht es und will was von dir. Die Sonne. Strahlt dich an und du verstehst nicht, warum die Sonne immer lächelnd dargestellt wird. Und dann denkst du an die Leute, die dich angelächelt haben bisher, die können es doch auch nicht so gemeint haben, die lächelten doch auch nur verlegen oder verlogen und eigentlich will die Sonne dir nur zeigen, was sie im Gegensatz zu dir alles kann.</p>
<p>Wir schneiden das jetzt einfach raus, ja? Wir nehmen ein Skalpell, Vollnarkose, meinetwegen. Ein sauberer Schnitt. Eine Narbe. Und du wachst auf als so ne Art neuer Mensch. Nee, als richtig neuer Mensch sogar.<br />
Denen wirst du es zeigen. Die da irgendwas wollen. Falls die noch irgendwas wollen. Und wenn nicht, es gibt noch so viel.<br />
Und im Abfall landen die Sorgen und die Ängste und die Verzweiflung und die verbrauchten Taschentücher und verflossene Menschen und die Wunden, die sie hinterließen. Wir entsorgen das für dich und du schaust dir die Welt an und machst von nun an alles richtig.<br />
Wenn du jetzt nur noch wüsstest, wie das geht.</p>
<p>Du trittst raus in die Welt. Die Sonne lächelt dann vielleicht und du zurück, oder der Regen lacht dich aus und dir ist es egal. Irgendwann, ziemlich bald sogar, kommt dann wieder so ein Moment, kein besonderer, irgendeiner. Und als du ihn bemerkst und denkst: Das war doch gerade so ein Mo – da ist er auch schon weg, für immer. Und du weißt wieder, wer du bist und was du kannst. Und alles ist irgendwie okay.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-73-3/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SONNTAG IST SELBSTMORD #72</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-72/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-72/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 22:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=825</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Hana says, &#8220;Don&#8217;t get me wrong This is no simple sunday song Where God or Jesus comes along And they save ya&#8221; Joni Mitchell – Hana &#160; Ich begebe mich in eine dieser Maschinen und rolle los. Im Bauche &#8230; <a href="http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-72/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><em>Hana says, &#8220;Don&#8217;t get me wrong<br />
This is no simple sunday song<br />
Where God or Jesus comes along<br />
And they save ya&#8221;</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Joni Mitchell – <em>Hana</em></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><em><br />
</em></em></p></blockquote>
<p>Ich begebe mich in eine dieser Maschinen und rolle los. Im Bauche der Maschine ist es angenehm warm bis kühl, ein Tischlein, sogar eine Steckdose stehen mir zur Verfügung und im Kalender steht Sonntag. Sonntage waren die Tage, an denen ich herumlag, früher, lungere, wartete, auf irgendwas, manchmal in der Sonne, oft zu Hause, man starrte an Zimmerdecken, man bot Menschen sein Ohr an durch einen Telefonhörer zum Beispiel oder in echt, im echten Leben samt Farben und Lüften und Bewegungen, wenn man es denn bis nach draußen geschafft hatte.</p>
<p>Das waren einmal diese Sonntage. Das waren sie einmal und heute fahre ich herum in Städte, die größer sind als der Ort an den es mich verschlug, kürzlich, ein halbes Jahr ist es schon, länger, länger und irgendwann bin ich dann Schauspieler.<br />
Morgens bewege ich mich, mit den Anderen, von 9 bis 10.30, dann spreche ich ein wenig, meist mit meiner Sprecherzieherin über dies und das und sage Gedichte auf und wie es mir heute geht. Dann machen wir so Sachen, essen zu Mittag, laufen herum oder sitzen und schauen, aber so viel Zeit bleibt da nicht, dann geht schon eins dieser Projekte los bis abends, gerade drehen wir einen Film und es ist toll und anstrengend aber vor allem toll und spät abends, manchmal um zwölf, manchmal erst um zwei in der Nacht, fällt man ins Bett und versucht zu schlafen, was hin und wieder sogar gelingt. Das ist doch was.</p>
<p>Am Wochenende schläft man dann so viel man kann, wenn man nicht gerade in Städte fährt, in Maschinenbäuchen, wobei man auch dort häufig in einen eher ungemütlichen Schlaf fällt. In den Städten fährt man dann auch wieder herum, manchmal fährt man dann auch von der einen in die nächste Stadt, die manchmal ähnlich groß ist, wie der Ort, an den es einen verschlug. Da besucht man beispielsweise ein Filmfestival und auf der Leinwand sieht man sich selbst, wie man Sachen macht, Grimassen zieht und viel größer ist als sonst, dabei ist man das doch da vorne, aber das zu begreifen dauert vermutlich eine Ewigkeit.<br />
Man trifft Menschen, die man lange nicht gesehen hat und freut sich und am Ende des Abends sitzt man wieder in einem der Bäuche, mit einer Gruppe junger Erwachsener, die Mädchen in kurzen Röcken und hohen Schuhen und die Jungs laut und was vorne raus kommt ist entweder rassistisch oder homophob, aber immer dumm. Man wird dann wütend und versucht wieder zu schlafen, was man immer versucht, wenn man mal Zeit dazu hat.</p>
<p>Wofür man eigentlich keine Zeit mehr hat: Anzurufen. Eltern, Omi, Schwester, Freunde. Man denkt immer an Alle, schafft es aber nicht, einfach mal kurz anzurufen. Man hat nicht mehr so viel Zeit und Lust, etwas zu kochen. Mit dem Hund rauszugehen, der sich gefreut hätte. Überhaupt rauszugehen, auf Partys, ins Kino, Theater. Leute kennenlernen, die nicht im Dunstkreis des eigenen Tuns, sondern des eigenen Lassens herumhängen, die verpasst man und das muss man akzeptieren, am Ende findet man eh keine Zeit mehr, sie anzurufen. Und die Dinge, die man früher gerne mochte, Schreiben zum Beispiel. Wann soll man Schreiben. Sonntags, dachte ich einmal. Aber das lässt sich nicht aufrechterhalten, das wird unrealistisch, wenn man dringend schlafen oder in Maschinen herumfahren muss.<br />
Ich sitze in dieser Maschine und schreibe, ich hätte so viel schreiben können vom Mittagessen auf dem Sonnendach, vom Abschiedsfest, vom Filmfestival, der Isar und dem nächtlichen Nachhauseweg. Aber ich schreibe nur, dass ich nicht schreiben kann, nie wieder, kein Wort mehr, so sieht es aus. Und das stimmt zum Glück nicht, denn so einfach hört das nicht auf.</p>
<p>Aber die ganzen Dinge, die da passieren, die lustigen und traurigen Geschichten um einen herum, die sausen einem durchs Hirn und man schiebt sie weg. Lässt sie sausen. Man vergisst Geburtstage, weil man sich auf die Sache konzentrieren muss und die Sache ist man selbst, glaubt man, naiv und auch etwas obrigkeitshörig, ja, lieber Stundenplan, bestimme mein Leben und letztlich wer ich bin.<br />
Und das wäre auch alles nicht so dramatisch, wenn da nicht auch noch der Kalender daherkommen und einem eine ganze Stunde wegnehmen würde, einfach so, der Deal ist, dass es dafür abends länger hell bleibt.</p>
<p>Danke, lieber Kalender, nach dem ich mein Leben ausrichte, danke, ich mache mit, was bleibt mir auch anderes übrig. Zu Hause angekommen sitzt man dann noch ein wenig herum und fällt irgendwann bald ins Bett und träumt wieder von dieser Rolle, die man ab morgen bis Samstag von früh bis spät spielen wird, die sieht doch auch aus wie ich, denk ich, aber eigentlich ist sie ganz anders, wer ist das, was soll das, das zu begreifen dauert vermutlich eine Ewigkeit.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-72/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SONNTAG IST SELBSTMORD #71</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-71-2/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-71-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 21:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=780</guid>
		<description><![CDATA[“Are you OK? You’ve been shot in the head And I’m holding your brains” The old woman said So I drink in the shadows Of an evening sky See nothing at all David Bowie – Seven Years in Tibet Jetzt, &#8230; <a href="http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-71-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>“Are you OK?<br />
You’ve been shot in the head<br />
And I’m holding your brains”<br />
The old woman said<br />
So I drink in the shadows<br />
Of an evening sky<br />
See nothing at all<br />
</em></p></blockquote>
<blockquote><p>David Bowie – <em>Seven Years in Tibet</em></p></blockquote>
<p>Jetzt, wo man hiergeblieben ist, zu Hause, wenn man das schon so nennen will, zieht es einen wieder in die Ferne, nach draußen, ein paar Stunden oder zumindest Schritte weg von hier, wo es den ganzen Sonntag so warm war und gemütlich und was hätten wir da wieder alles zu erledigen gehabt. Erledigt war man selbst von der Woche, wobei, der Muskelkater ließ nach und der Fahrradsturz fast voll auf die Fresse zog auch keine größeren Kreise als die aufgeschürften am Unterarm. Kreise zieht man von Kleinstadt nach Großstadt und wieder zurück und nachts diese Träume und am Wochenende dauern die Nächte bis mittags, bis nach mittags, Rollladen gegen Sonne, Rollladen gewinnt, um 14 Uhr wird es hell. </p>
<p>Die Fotos sind nun entwickelt, auch der Film, den ich in München fand, auf dem stand:<em> „Entwickle mich“</em> und ich überlegte noch kurz, ob ich ihn wirklich mitnehmen sollte. Fotos von München, der Isar, dem Olympiapark, Orte, an denen ich meine sonnigen Nachmittage verbrachte in scheinbarer Schwerelosigkeit, bis man wieder aufstand und irgendwohin musste, irgendwas zu tun hatte von dem man dachte, es könnte etwas bedeuten. Fotos von einem Treppenhaus, Licht fällt durchs Fenster aufs dunkle Parkett. Ein Zimmer, erstes Foto, nicht viel zu erkennen. </p>
<p>Wer bist du, Fotomensch? Dass du einfach deine vollgeknipsten Filme rumliegen lässt und ich investiere, um sie sehen zu können und mir gegebenenfalls an die Wand zu hängen, weil sie wirken wie ein Abschiedsgeschenk aus München. Von München, für mich. Danke. </p>
<p>Meine selbstgeschossenen Fotos sind größtenteils unscharf geworden oder zu hell. Ich probiere so rum. Silvester und wie wir auf dem Balkon standen mit unseren Wunderkerzen, vielleicht auf Wunder warteten, uns wunderten, am nächsten Morgen oder Nachmittag, dass da keins neben uns im Bett lag, dem man Frühstück bringen konnte.</p>
<p>Gestern dann diese unsägliche Party und das Gefühl, die tanzenden Menschen hätten einander verdient. Noch ein Glas und dann schnell nach Hause, bevor noch Wunder geschehen konnten. Schnell noch ein Glas und geflüchtet in einen Nachtbus, wie kurios es ist, mit einem Nachtbus in eine Kleinstadt zu fahren aus einer Stadt, in der es keine Wunder gab, zumindest nicht letzte Nacht und das war auch völlig in Ordnung. </p>
<p>Die Überlegung, zu fliehen, am Wochenende. Zu verhindern, was eh nicht passieren würde. Die leise Ahnung, dass es sein musste.<br />
Beim Blick aus dem Fenster der weiße Himmel. Himmel, warum bist du am Sonntag immer so weiß. Weiß der Himmel nicht oder sagt es nicht, weil man ihm zu egal ist, als dass er sich in ein Gespräch verwickeln lassen würde. <em>Verwickle mich</em>. Sag doch mal, Himmel. Keine Antwort. Ich lasse die Rollläden runter. </p>
<p>Keine Alpträume von <em>The Shining</em>, den man abends zuvor in der Gruppe angeschaut hatte. Die alte Frau in der Badewanne. Die schrecklichen Zwillinge. Der Wunsch, Schauspieler zu werden oder vielleicht besser nicht.<br />
Im Traum verschob sich der Boden aufgrund diverser unterirdischer Bohrungen. Alles verschob sich nach schräg oben oder unten, quer durcheinander, nun musste man ständig Klippen erklimmen und anschließend wieder runterrutschen, rauf und runter, nur, um irgendwo anzukommen, dabei wusste man gar nicht, wohin man wollte oder sollte. Und dann stehst da plötzlich du und tust so, als hättest du mich nicht gesehen. </p>
<p>Ich habe mir wieder einen dieser Zettel geschrieben, beim späten Frühstück, was man zu tun hätte, zu erledigen, den Tag über. Drei von sieben Punkten erledigt. Ich werfe ihn in den Papierkorb.<br />
Dann überlege ich, was wichtiger wäre, als die übrigen Punkte abzuarbeiten, aber alles andere wäre so weit weg, zu weit und am Ende bereite ich mich doch noch auf den Unterricht vor und lese <em>Miss Sara Sampson</em>, zum zweiten Mal und schlafe darüber ein. Manchmal bin ich froh, dass ein Tag bald vorüber ist, obwohl oder gerade weil ich ihn bis hierhin mochte. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-71-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SONNTAG IST SELBSTMORD #70</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-70/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-70/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 18:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=756</guid>
		<description><![CDATA[Why’d I arm the bombs? Wide eyes and holes Someday I’ll pull my teeth out Phantogram – Bloody Palms &#160; Dann war es schon wieder dunkel, plötzlich. Dabei hatte der Tag gerade erst begonnen, das Jahr, das neue, gerade fing &#8230; <a href="http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-70/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<blockquote><p><em><span style="color: #343434;"><span style="font-family: HelveticaNeue;"><span style="font-size: small;">Why’d I arm the bombs?<br />
Wide eyes and holes</span></span></span><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;"><span style="font-family: HelveticaNeue;"><br />
Someday I’ll pull my teeth out</span></span></span></em></p>
<p><em><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;"><span style="font-family: HelveticaNeue;"><br />
</span></span></span></em></p>
<p>Phantogram –<em> Bloody Palms</em></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann war es schon wieder dunkel, plötzlich. Dabei hatte der Tag gerade erst begonnen, das Jahr, das neue, gerade fing es an und nun. Der Himmel ist weiß am ersten Januartag, das war er immer schon.<br />
Der Himmel ist weiß den ganzen kurzen Tag bis er wieder schwarz wird oder fast schwarz, die Lichter, die Laternen auf den Straßen und heute Nacht flogen Raketen in die Luft.</p>
<p>Vom Balkon aus Wunderkerzen haltend blickte man hinab auf die Straße hinauf in den Himmel und ich stellte mir vor, es sei heller Tag. Versuchte, irgendwas festzuhalten mit dieser Kamera, deshalb wollte ich doch überhaupt wieder eine Kamera, damit nicht alles so davonrast oder vorbeifließt, unbemerkt verschwindet, bevor man es sich einprägen konnte.</p>
<p>Gestern war ich traurig. Ich mochte dieses letzte Jahr und wollte gerne, dass es da bleibt. Dass es weitergeht, so oder so ähnlich, aber das ist Quatsch. Am Ende muss man alles hergeben, mitlaufen muss man, mitnehmen kann man nur so viel man tragen kann. Manchmal möchte man sitzenbleiben, sich an Schienen ketten, damit das Leben einen nicht überfährt, aber das Leben hat nun mal keine Bremsen und wäre das Leben ein Zug, müsste man dann nicht eigentlich drinsitzen und rausschauen? (Siehste.)</p>
<p>Ich habe mir etwas vorgenommen. Ich habe mir viel vorgenommen. Ich habe gute Vorsätze.<br />
Die sind auch leicht dahergedacht, es gibt ja auch genug zu tun. Man, und damit meine ich mich und alle, die sich anschließen können, ohne sich bevormundet zu fühlen, darf auch manchmal stolz sein auf sich. Man muss ja nicht Alles anders machen. Man kann sich ja auch nicht einfach mal so umkrempeln, nur weil ein neues Jahr beginnt und man sich eigentlich gar nicht mehr leiden mag, nicht mehr ertragen kann.</p>
<p>Man, und damit meine ich irgendwen, vor allem aber mich, darf ja auch Pläne schmieden. Ich habe keine Liste geschrieben, Punkte aufgezählt, die zu erfüllen sind. Ich habe nicht gesagt: Du musst besser werden. Ich habe nur nachgehorcht, in welche Richtung es mit mir ging in der letzten Zeit und wie es von hier aus weitergehen könnte.</p>
<p>Der erste Tag des Jahres fühlt sich taub an. Wir, und damit meine ich uns, stehen mittags auf oder abends und finden uns vorm Fernseher wieder, schauen Tragikomödien und dann ist da noch Daniela Katzenberger. Disneyfilme kommen uns plötzlich so albern vor.<br />
Wir kommen uns plötzlich so albern vor, so im alten Trott, und wünschen uns, dass das neue Jahr erst morgen beginnt. Am zweiten Januartag beginnt das neue Jahr und bis dahin kommen wir zurecht mit uns und dem Leben.</p>
<p>Als es dunkel wird, trauen wir uns dann doch noch hinaus in die Stadt, die groß ist. Wir waschen uns und ziehen uns etwas an und dann ist da die Stadt. Wir verwerfen alle Pläne, die irgendwas mit Enthaltsamkeit zu tun haben und berufen uns darauf, dass wir so jung nicht mehr zusammenkommen. Wir verwerfen uns und berufen uns auf etwas, dass uns gerade schlau vorkommt oder zumindest sinnvoll.</p>
<p>Wir reden und schreiben und dichten und schauen und saugen auf und teilen aus und ziehen an und drehen durch und weinen und schreien und lachen so schrill wir können, keiner gewinnt. Keiner verliert sich. Nicht ganz.<br />
Keiner hat was zu sagen und damit meine ich mich, jetzt gerade in diesem Moment.<br />
Da schaue ich wieder aus irgendeinem Fenster und denke irgendwas und das hier ist kein Zug, das ist Zeit und Raum und ich habe absolut nichts zu sagen. Ich bin jetzt ganz still und lasse die Gedanken rasen, oder ruhen, mir doch egal.</p>
<p>Das ist das neue Jahr, angeblich, es wird gut oder schlecht, mal sehen, es wird bestimmt ganz ganz toll schreit dir jemand ins Ohr und wir rasten alle komplett aus angesichts dieser Tollheit.<br />
Wir rasten aus und ein und irgendwann wieder aus, uns wird ganz schwindelig davon und wir wollen uns festhalten an irgendwas.<br />
Irgendwas festhalten. Mit dieser alten Kamera, sich etwas merken, etwas aufschreiben.<br />
Eigentlich will man nur irgendwas festhalten oder irgendwen, und manchmal klappt es kurz und man bekommt eine Ahnung, was mit <em>Glück</em> gemeint ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-70/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ZWISCHEN DEN JAHREN IST SELBSTMORD #1</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/zwischen-den-jahren-ist-selbstmord-1/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/zwischen-den-jahren-ist-selbstmord-1/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 18:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=746</guid>
		<description><![CDATA[Eine Sonderausgabe der Kolumne SONNTAG IST SELBSTMORD. Hier wo die Nacht nicht dunkel wird Und der Tag nie wirklich hell Kein Wind bewegt die Stille Die Luft ist regungslos Als wenn die Welt an diesem Ort In ihrem Atmen innehält &#8230; <a href="http://stefan-hornbach.de/sonntag/zwischen-den-jahren-ist-selbstmord-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Sonderausgabe der Kolumne SONNTAG IST SELBSTMORD.</strong></p>
<blockquote><p><em>Hier wo die Nacht nicht dunkel wird<br />
Und der Tag nie wirklich hell<br />
Kein Wind bewegt die Stille<br />
Die Luft ist regungslos<br />
Als wenn die Welt an diesem Ort<br />
In ihrem Atmen innehält</em></p></blockquote>
<blockquote><p>Kante – <em>Wenn Man Im Atmen Innehält</em></p></blockquote>
<p>Man kann es nicht fassen, dass es hiernach normal weitergehen soll. So sehr hat man sich gewöhnt an geschlossene Läden, farblose Himmel, ausbleibende Anrufe, wobei, heute haben wir uns erwischt, uns kurz ausgetauscht über das Leben und am Ende hatte jeder wieder dies und das zu erledigen. Jetzt hat bald wieder jeder dies und das zu erledigen und verliert sich nicht mehr so schnell in Versuchen, ein Instrument zu lernen, Gitarre und schon der erste Griffwechsel will geduldig einstudiert werden. Jetzt ist es vorbei mit dem Auslesen vor Jahren begonnener Bücher. Vorbei mit den Gedichten, die einem auf der Zunge lagen, eben noch, man hätte sie fast aufgeschrieben – vorbei.</p>
<p>Die Supermärkte werden versuchen, uns Raketen anzudrehen, die wir in Lüfte schießen, Höhen, in die wir selbst nicht hinaufsteigen können ohne Flügel oder Fluggerät, wir bleiben unten. Wir bleiben bescheiden. Wir geben uns zufrieden. Wir sammeln uns noch mal, entscheiden uns für die ein oder andere Silvesterbeschäftigung, die gemütliche Runde oder der wilde Tanz, man kann und will sich nicht entscheiden und am Ende wird es zwölf Uhr schlagen. Am Anfang.</p>
<p>Am Anfang war der Vorsatz: Wie kann man zum Jahreswechsel mit dem Rauchen aufhören, wo nichts Sinn ergeben will außer Trinken und Rauchen, Sekt und Wein und Zigaretten, vielleicht könnte man sich was vornehmen für den inneren Schweinehund oder gegen ihn, wohin mit ihm, und welche Geräusche machen eigentlich Schweinehunde.<br />
Man, und damit meine ich uns, ich spreche nämlich grundsätzlich für Alle und schreibe nur für mich selbst, könnte auch einen Plan schmieden, ein Verhaltensmuster fürs kommende Jahr: Ich treffe keine Entscheidungen mehr, eigenmächtig. Zum Beispiel. Ich kann mich nie entscheiden. Ab jetzt wird gelost – wir brauchen einen Entscheidungsmechanismus. Einen Automatismus. Damit wir hinterher nicht verantwortlich sind, für Begangenes und Verpasstes.</p>
<p>Ich setze meine Hoffnung in den Sekundenzeiger meiner digitalen Armbanduhr: Ist die letzte Ziffer ungerader Natur, heißt das Ja. Ist sie gerade, heißt das Nein. Fragt mich also demnächst ein Fremder auf der Straße, ob ich ihn eventuell heiraten würde, muss ich nur einen kurzen Blick auf mein linkes Handgelenk werfen, 18 Uhr 17 und 22 Sekunden – und muss verneinen. Auch wenn es dramaturgisch schöner gewesen wäre, einzuwilligen, aber ich lehne jegliche Verantwortlichkeit ab.</p>
<p>Es gibt zu viele Möglichkeiten – und auch zu wenige, klar. Gitarre oder Klavier. Instrument üben oder fernsehen. Pippi Langstrumpf oder Tier-Doku. Ausschalten oder weiterschauen. Ausschalten.</p>
<p>Ich gehe nicht raus, obwohl, jetzt ist es dunkel. Weihnachten ist vorbei und man hat es gut überstanden, man möchte gar nicht, dass es aufhört. Man könnte den Alltag ignorieren und weiterhin ausschlafen und einfach nicht in den Kalender schauen, würde das Datum nicht dicht über der Sekundenanzeige der Armbanduhr prangen. <em>26</em>, bald steht da <em>1 </em>und es ist ein neues Jahr.<br />
Man könnte sich verstecken und die Zeit anhalten, zumindest leugnen, dass sie weiterläuft, man verbarrikadiert sich und lernt alle Instrumente, die hier so rumstehen, liest alle Bücher, die man immer lesen wollte.</p>
<p>Heute gehe ich raus, es ist auch schon dunkel. Heute werde ich sehen, ob ich das noch kann, mit anderen Leute sprechen außer Verwandten, ob ich noch gesellschaftstauglich bin, ich ziehe mir sogar etwas Frisches an, das karierte Hemd trug ich bereits über alle Feiertage.<br />
Und dann geht es schon irgendwie weiter, es wird schon weitergehen, mit diesen Tagen und dieser Sonne und dem Mond, hell und dunkel, irgendwann wird man schon aufwachen irgendwo und sich einen Reim machen auf irgendwas.</p>
<p>Irgendwann wird man schon traurig sein, dass man nicht so weitergemacht hat, mit dem Gitarre-üben und Bücherlesen und alles seinen Gang gegangen ist, wie eben immer alles so seinen Gang ging und weiterhin seinen Gang gehen wird, und man selbst geht diesen Gang mit, ein langer Gang muss das sein, da kann man ja froh sein, wenn man nicht direkt irgendwo anstößt.</p>
<p>Die noch frische Hornhaut am Daumen schwillt wieder ab und dafür kommt etwas anderes, da läuft einem ein Hund über den Weg, der einem gefällt oder ein Mensch. Man vergisst die alte Spiegelreflexkamera, die man heute erst ausgeliehen bekam von seinem Vater, man sitzt in Bussen und hinter verregneten Scheiben verwischen Lichter zu etwas, das man nicht mehr erkennen kann. Man kann sich selbst kaum erkennen, in den Scheiben, man spiegelt sich gar nicht mehr, nein, man ist gar nicht mehr da, weil man auch gar nicht weiß, wo man ist und wer und wo man gerade hinwollte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/zwischen-den-jahren-ist-selbstmord-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Kolumne SONNTAG IST SELBSTMORD pausiert so lange, bis sich ein Sonntag auftut, der Luft lässt fürs Schreiben einer Kolumne &#8211; ebendieser ist bis auf weiteres nicht abzusehen.</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/die-kolumne-sonntag-ist-selbstmord-pausiert-so-lange-bis-sich-ein-sonntag-auftut-der-luft-lasst-furs-schreiben-einer-kolumne-bis-auf-weiteres-wird-hier-pausiert/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/die-kolumne-sonntag-ist-selbstmord-pausiert-so-lange-bis-sich-ein-sonntag-auftut-der-luft-lasst-furs-schreiben-einer-kolumne-bis-auf-weiteres-wird-hier-pausiert/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 21:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=741</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/die-kolumne-sonntag-ist-selbstmord-pausiert-so-lange-bis-sich-ein-sonntag-auftut-der-luft-lasst-furs-schreiben-einer-kolumne-bis-auf-weiteres-wird-hier-pausiert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SONNTAG IST SELBSTMORD #69</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-69/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-69/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 19:19:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=723</guid>
		<description><![CDATA[Wir könnten die Gefühle konservieren Wir könnten uns lieben und aus den Augen verlieren Ja, wir könnten Vorurteile revidieren Wir könnten Pole schmelzen und schnell evakuieren Oh wir könnten, wir könnten Hund am Strand – Jungen Mädchen &#160; Aus den &#8230; <a href="http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-69/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #343434;"><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><em><br />
Wir könnten die Gefühle konservieren<br />
Wir könnten uns lieben und aus den Augen verlieren<br />
Ja, wir könnten Vorurteile revidieren<br />
Wir könnten Pole schmelzen und schnell evakuieren</em></span></span></span><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><em><span style="color: #343434;"><br />
Oh wir könnten, wir könnten</span></em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;">Hund am Strand – </span><span style="color: #343434;"><em>Jungen Mädchen</em></span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;">Aus den Augen, nicht aus dem Sinn. Man wird zwar abgelenkt, durch Neues, Wildes. Aber man vergisst doch nicht einfach mal kurz, wo man herkommt und wen man bis eben geliebt hat.</span></span></span> <span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;"><br />
Herausforderungen, ebenfalls neu und wild. Zum Beispiel: Eine Jogginghose zu finden, für den Bewegungsunterricht. Das ist nicht ganz einfach, wenn es selbst in einer Kleinstadt zu viele Geschäfte gibt, die einem trotzdem keine große Auswahl an schönen und gleichzeitig preiswerten Modellen bieten. Der Bewegungsunterricht war im Vergleich zum Hosenkauf ein Klacks!</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;">Man trinkt viel Bier und raucht Zigaretten, hier in der Kleinstadt. Da drüben in der Großstadt geht alles weiter und ihr macht jetzt irgendwie noch das gleiche wie früher, nur ohne mich. Und ich mache ganz neue Sachen, nur ohne euch. Selbst Rauchen und Trinken kommt mir ganz neu vor, vielleicht ist die Frequenz auch das neue daran, ich muss mal langsam machen, dachte ich mir, ich muss mal langsam machen und da war plötzlich Sonntag. </span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;">Sonntag ist in meinem neuen und wilden Leben (nicht!) der Tag, an dem ich zur Ruhe kommen werde. Ausschlafen, bis halb eins mindestens oder eben bis zu dem Moment, in dem der Schlaf unterbrochen wird von einem Anruf oder singenden Vögeln oder Mitbewohnern, oder man wacht mal vom eigenen Gesang auf, das soll vorkommen.<br />
Dann kocht man Kaffee und macht, wozu man Lust hat. Durchsaugen und Kisten ausräumen, das stand heute auf meiner Zu-tun-Liste, Priorität: hoch.<br />
Hier sieht es so aus, als würde ich schon wieder zusammenpacken, dabei bin ich doch eben erst hier angekommen. Ich muss da jetzt durch. Ich lass diesen </span><span style="color: #343434;"><em>Tatort </em></span><span style="color: #343434;">sausen und den nächsten notfalls auch, wenn ich es nach zwei Wochen immer noch nicht geschafft haben sollte, mein Zimmer einzurichten.</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;">Lampen wären was. Da würde man auch sehen, was man da ausräumt, aus den Kisten und wo man es einsortieren könnte. Die Stirnlampe kam auch noch nicht an, jedenfalls nicht hier, dabei steht mein Name seit gestern an der Klingel.<br />
Vielleicht existiert diese Adresse gar nicht und ich hab mir alles nur eingebildet. Eigentlich, erklärte man mir gestern bei Bier und Zigarette, sitzt man gerade mit Zwangsjacke in der Gummizelle und das hier Alles – nun gut. </span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;">Ich habe ein Schloss besichtigt, ich habe mir Namen gemerkt, riesige Kürbisse treiben hier ihr Unwesen und ich fahre jeden Abend ohne Fahrradlicht an der Polizei vorbei. Ein großes schwedisches Möbelhaus hat mir gestern alle Nerven geraubt, später bewahrte ich ein Meerschwein davor, in einer Pfanne angebraten zu werden.<br />
Viele zeigten mir hier schon ihr Gesicht und manche noch ein wenig mehr, manche haben mehrere Gesichter und ich weiß gar nicht, welches mir lieber ist. Vielleicht geht das jetzt alles etwas schnell, vorüber meine ich, die Zeit.<br />
Vielleicht könnte ich mehr von diesen Sonntagen gebrauchen, mehr Sonntage für Alle und weniger Selbstmord. </span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;">Wir kennen uns überhaupt noch nicht, nur unsere Namen und Ungefähres, doch verbunden sind wir, zehn kleine Menschlein auf der Suche nach sich selbst oder dem Glück, in einen Topf geworfen, in ein Becken gespült und da paddeln wir nun und sind dankbar um jedes Bier, um jede Zigarette.<br />
Ich brauche Sonntag, aber ich will auch wissen, wie es montags weitergeht. </span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Helvetica Neue;"><span style="font-size: small;"><span style="color: #343434;">Und ihr da weiter weg, ihr träumt gefälligst von mir, wenn wir schon nicht im gleichen Bett liegen. </span></span></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-69/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SONNTAG IST SELBSTMORD #68</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-68/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-68/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 15:55:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=717</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Ist das ein Leben oder ist das ein Exposé? Und wenn alles bezahlt wird, tut&#8217;s dann weniger weh? Und was soll das heißen, wenn jetzt einer sagt, &#8220;24 Stunden sind kein Tag&#8221;? Britta – 24 Stunden sind kein Tag &#8230; <a href="http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-68/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em>Ist das ein Leben oder ist das ein Exposé?<br />
Und wenn alles bezahlt wird, tut&#8217;s dann weniger weh?<br />
Und was soll das heißen, wenn jetzt einer sagt,<br />
&#8220;24 Stunden sind kein Tag&#8221;?</em></p>
<p>Britta – <em>24 Stunden sind kein Tag</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Tage und Nächte verschwimmen, die Einteilung in Stunden Minuten Sekunden scheint aufgehoben. Ich bin jetzt ganz wach, der Kater ist tot, endlich und ich komme wieder zum Durchatmen. Nur ein bisschen zwar, weil die Aufregung wächst, im Bauch, ein neuer Lebensabschnitt steht kurz bevor und zudem einer, den ich so sehr wollte.</p>
<p>Und ich bin froh, diesen Umweg gegangen zu sein. Vier Jahre München, fast, vier wunderschöne Jahre, eigentlich, hochgerechnet, und es hätte auch so weitergehen können. Ich hätte hier auch weitermachen können, weitere Umwege nehmen und aus eigener Kraft vorankommen, dahin kommen, wo man ungefähr hin will oder wollte – es war bereits alles in Frage gestellt, jetzt bin ich angekommen, doch noch, am Ziel, kurz bevor mir die Luft ausgegangen wäre, ein Ziel als Weg.<br />
Der wird lang und bestimmt steinig, ich werde stolpern, doch hoffentlich nie abstürzen, ich bin ganz zuversichtlich.</p>
<p>In eine andere Stadt ziehen ist das eine. Seine Stadt verlassen das andere. Das ist auch mit Schmerz verbunden, mit Bauchschmerzen und Tränen, mit Wehmut, der mich immer begleiten wird, deutlich wird, wenn die Euphorie irgendwann absinkt.<br />
Ich werde mich so was von in ein neues Leben stürzen, das doch immer auch das gleiche Leben bleibt. Man hat nur eins, ich drehe mich einfach mal um ein paar Grad, ich wechsle die Seite oder vielleicht auch nur den Ort und das, was man so macht, den Tag über.</p>
<p>Ich habe meinen Stundenplan studiert. Am liebsten wäre mir, es würde morgen schon losgehen, die Spannung zerfrisst mich. Am liebsten wäre es mir, ich müsste mich nie verabschieden, von den Straßen hier, den Menschen, die darin leben. Die mir zum Abschied <em>Empire State of Mind</em> singen und „New York“ durch „Ludwigsburg“ ersetzen.</p>
<p>Man darf schon auch traurig sein und gleichzeitig fröhlich und Kisten packen müssen, aber viel lieber an der Isar sitzen wollen mit euch, die ich so vermissen werde, auch, wenn ich anfänglich gar keine Zeit für Vermissen habe.</p>
<p>Das Gute ist: dass man sich immer wieder sieht. Dass jeder seinen Weg geht und sie sich trennen und wieder überschneiden und selbst wenn man sich mal ein paar Momente Monate Jahre nicht gesehen hat – wenn man sich dann über den Weg läuft, vielleicht sogar zufällig, und da ist was, das man teilt. Dann ist da doch was, dann ist das doch schön.</p>
<p>Bisher sind immer Alle weggegangen. Ich bin hier geblieben und hab euch vermisst. Ich vermisse euch immer noch, die Anzahl an zu vermissenden Menschen wächst. Manche sind schon tot, andere im Ausland oder zumindest in Berlin. Und von den Toten einmal abgesehen: sind wir Alle da. Füreinander auch, wenn es darauf ankommt oder fast.</p>
<p>Ich bin und bleibe da, solange ich kann, ich bin und bleibe Freund und erreichbar und ihr dürft gerne in meinem Bettchen schlafen, nicht Alle, jedoch die meisten und wir werden uns Geschichten erzählen, von Hunden und Momenten, von Lichtern und Gedanken, ich werde wieder träumen, wir hätten uns gestritten und mit getrockneten Tränen erwachen, wer weiß, vielleicht habe ich im Schlaf auch schrecklich gelacht, wir schlafen übereinandergestapelt, den Bauch voller Spaghetti und zum Nachtisch Quatsch mit Soße und dann habe ich doch wieder Alles nur geträumt und rufe dich an, und ja, tatsächlich, du lebst noch und ich auch, bis ans Ende aller Tage und ich weihe dich in Geheimnisse ein über den <em>Baumengelzauberwaldjungen, der über den Ozean flog, weil er dich liebte. </em></p>
<p>Ich lache und weine und bin mit allem überfordert, innerlich, ich weiß, es wird gut und vielleicht sogar besser, was unmöglich ist, das kann gar nicht funktionieren, außer, ihr macht mit.<br />
Auf Immerwiedersehen?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-68/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SONNTAG IST SELBSTMORD #67</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-67/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-67/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 17:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stef</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=707</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Leave the whimpering dog in his cold kennel Leave the dead starlet on her pedestal Leave the acid kids in their green fishbowls today Bright Eyes &#8211; I Must Belong Somewhere &#160; Das Flugzeug ist nicht abgestürzt. Nicht auf &#8230; <a href="http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-67/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em>Leave the whimpering dog in his cold kennel<br />
Leave the dead starlet on her pedestal<br />
Leave the acid kids in their green fishbowls today</em></p>
<p>Bright Eyes &#8211; <em>I Must Belong Somewhere</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Flugzeug ist nicht abgestürzt. Nicht auf dem Hin- und nicht auf dem Rückflug. Ich bin hier ein-  und dort ausgestiegen. Man fuhr herum und setzte sich allerhand mehr oder weniger großen Gefahren und Mutproben aus. Man bestieg wiederum ein fliegendes Zeug und seilte sich 13 (!) Tage später dort ab, wo alles begann, zumindest die Reise.</p>
<p>Man hatte Erlebnisse dieser und jener Art, lernte dazu, wenn auch nicht zu viel oder zu aufwändig. Eher so nebenbei – was macht man, wenn das Fahrzeug nicht den Berg hochkommt? Was, wenn einem auf enger Fahrbahn ein weiteres fahrendes Zeug entgegenkommt? Was, wenn die Glut des Lagerfeuers nicht ausgehen will?</p>
<p>Entgegen aller Befürchtungen habe ich alles Mitgenommene ausgelesen, zwei Romane, die ich bereits vor gefühlter Ewigkeit an-, jedoch nicht auslas, am Ende blieb mir nur der Kaffeesatz und der war durchaus vorhanden, dank Instant.<br />
Michel Houellebecq schreibt in einem der soeben gelesenen Romane etwas Richtiges, wenngleich er nicht ganz alleine auf die Idee kam: „Man erinnert sich an sein eigenes Leben, schreibt Schopenhauer irgendwo, kaum besser als an einen Roman, den man irgendwann gelesen hat. Ja, so ist das: kaum besser.“</p>
<p>Als ich gestern die Fotos anschaute, die den gesamten Urlaub von Davor bis Ende dokumentieren, erinnerte ich mich an einzelne Momente und spürte, wie schön es gewesen sein muss. Wir schnell die Zeit verflog und wie ungenau meine Bilder sind, als sei Alles nur ein Traum gewesen. Die Bilder, die mir spontan in den Kopf kommen, könnte ich genausogut geträumt haben. Oder in einem Buch gelesen. Ich glaube sogar, dass ich mich an Houellebecqs Roman, <em>Plattform</em> übrigens, stellenweise besser erinnere, als an Dinge, die ich selbst erlebt habe. Was nicht verwunderlich ist, denn was Houllebecq schreibt, musste ich beim Lesen eigenständig verbildlichen – und der Strand und die Liebsten um einen, die Wellen: waren einfach da.</p>
<p>Vielleicht wird die Zeit das Erlebte in verdauliche Portionen aufteilen oder sich Rosinen herauspicken, ein erstes Bild, vom Strand, von der Wasserschildkröte, das man erinnert und andere verblassen. Irgendwann wird man die besuchten Strände nicht mehr auseinanderhalten können, aber ein Gefühl damit verbinden, das man vielleicht hatte, als man sie zum ersten Mal sah oder betrat.</p>
<p>Man ist nicht abgestürzt. Man wollte auch nicht. Nicht so richtig. Alles verlief nach Plan. Man wurde älter. Man erlebte nun bereits ein Vierteljahrhundert. Nur erinnert man sich nicht ganz, nur schwach. Bilder wie Stichpunkte: Man schließt die Augen und geht die Jahre durch und überlegt, ob das nun die Bilder sind, die einem im Falle eines Absturzes vorm sogenannten inneren Auge vorbeigetanzt wären. Und dann fragt man sich, ob das die eigenen Bilder sind oder nur die aus einem Film, <em>American Beauty</em> und die Frau, wie sie lacht, sie ist gar nicht meine und ich bin gar nicht tot.</p>
<p>Zurück am Ort, wo ungefähr Alles anfing versuche ich einen Neustart. Nur: Wo fängt man da an. Was braucht es noch. Macht man was anders. Hat man was gelernt und was lernt man als nächstes.<br />
Wenn die Glut nicht ausgehen will, erinnere ich mich ganz genau, dann muss man solange auf die Feuerstelle pinkeln, bis der letzte Funken erlischt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/sonntag-ist-selbstmord-67/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Autor und Kolumne verabschieden sich bis auf weiteres ins Sommerloch, wo sie ein wenig herumhängen und sich keine Sorgen mehr um Wochentage machen werden. Bis bald!</title>
		<link>http://stefan-hornbach.de/sonntag/autor-und-kolumne-verabschieden-sich-bis-auf-weiteres-ins-sommerloch-wo-sie-ein-wenig-herumhangen-und-sich-keine-sorgen-mehr-um-wochentage-machen-werden-bis-bald/</link>
		<comments>http://stefan-hornbach.de/sonntag/autor-und-kolumne-verabschieden-sich-bis-auf-weiteres-ins-sommerloch-wo-sie-ein-wenig-herumhangen-und-sich-keine-sorgen-mehr-um-wochentage-machen-werden-bis-bald/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 12:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[sonntag]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://stefan-hornbach.de/?p=702</guid>
		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://stefan-hornbach.de/sonntag/autor-und-kolumne-verabschieden-sich-bis-auf-weiteres-ins-sommerloch-wo-sie-ein-wenig-herumhangen-und-sich-keine-sorgen-mehr-um-wochentage-machen-werden-bis-bald/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

